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Christoph Willibald Gluck und der 2. Juli 1714 in Weidenwang

Es ist Zeit für eine Wiedergutmachung

 

© Dr. Werner Robl, Berching, Januar 2021.

 

Das wahre Geburtshaus Christoph Willibald Glucks in Weidenwang

Gluck ist in diesem Hause sicher n i c h t geboren worden, weil dieses Haus damals noch nicht existiert hat, auch kein anderes an seiner Stelle ...

Es ist psychologisch nicht gut denkbar, daß sich in Weidenwang eine Tradition über Glucks Geburtshaus von 1714 erhalten habe. Die Förster wechselten so oft, daß ihr Andenken nach wenigen Jahren erloschen war. Das Andenken an Gluck war gänzlich ausgelöscht, darum konnte sich ohne Widerspruch eine Legende einschleichen ...

Mit Behauptungen wie diesen hat der Sulzbürger Pfarrer und nachmalige Domkapitular Franz Xaver Buchner im Jahr 1915 der 150-jährigen Tradition von der Geburt Christoph Willibald Glucks im Dorf Weidenwang den Todesstoß versetzt. Der berühmte Opernreformator sei im Jahr 1714 als Sohn eines Försters geboren worden; das Weidenwanger Forsthaus aber sei deutlich jünger; es stamme aus dem Jahr 1724 und komme mithin als Geburtshaus nicht in Frage. [Link]

Seit unserer Forschungsarbeit der Jahre 2014/15 wissen wir, wie oberflächlich Buchner seinerzeit die im Staatsarchiv Amberg liegenden Akten zu diesem Haus auswertete und wie falsch er in seinen Urteilen lag. Aber noch immer war der genaue Geburtsort Christoph Willibald Glucks in Weidenwang nicht geklärt.

Nach der Renovierung des alten Weidenwanger Forsthauses in den Jahren 2019 und 2020 ist nun der letzte Zweifel darüber beseitigt, dass der große Opernreformator in der Tat in diesem und in keinem anderen Haus geboren wurde - genau so, wie es die Weidenwanger Tradition seit jeher berichtet.

Denn dieses Haus stand bereits im Jahr 1714, dem Gluck'schen Geburtsjahr!

Und es war kein geringerer als der Komponist selbst, der im Jahr 1764 auf dem Gipfel seines Erfolgs das Haus aufsuchte und die Weidenwanger Tradition zu seiner Geburt begründete.

Kein Mensch in Weidenwang oder Erasbach wäre seitdem auf die abstruse Idee gekommen, das Gegenteil zu behaupten - bis der unglückselige Herr Buchner mit seiner abenteuerlichen Theorie auf den Plan trat und ein paar Epigonen bar jeder Kenntnis nach ihm in dieselbe Kerbe schlugen.

In der Quintessenz bleibt es dabei:

Chr. W. Gluck wurde am 2. Juli 1714 im Forsthaus zu Weidenwang geboren!

Davon abgesehen handelt es sich beim Haus mit der heutigen Nummer Weidenwang B 10 um eines der ältesten amtlichen Forsthäuser Bayerns, so bereits entstanden in kurfürstlicher Zeit, und obendrein mit einer Vorgeschichte, welche bis in das 14. Jahrhundert zurückreicht.

Dies alles erfährt der Leser im vorliegenden zweiten Teil unserer Forschungsarbeit zum Geburtsort Christoph Willibald Glucks, auf mehr als 300 Seiten ausführlich erklärt und anschaulich demonstriert. Dieses Buch zum Haus ist in geringer, privater Auflage auch in Druckform erschienen. Es setzt nicht nur die bekannte Geschichte des Weidenwanger Forsthauses in ein neues Licht, sondern gibt auch alle Details der historisch getreuen Renovierung der Jahre 2019/2020 wieder. Im Anhang findet sich eine Reihe von historischen Stichen und Fotografien des Hauses, die wir uns bei der Erneuerung zum Vorbild nahmen. Eine gleichlautende Fassung des Buches, allerdings mit geringerer Bildauflösung, kann hier als PDF-Datei zum Eigengebrauch - also ohne kommerzielle Nutzung! - heruntergeladen werden.

Klicken Sie dazu bitte auf folgenden Link!

12. Januar 2021:

Das Forsthaus von Weidenwang, auch Gluckhaus genannt
Das wahre Geburtshaus Christoph W. Glucks - Rettung vor dem Untergang

PDF-Datei ca. 20 MB, 310 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 12.1.2021

 

Unsere Forschung und sonstigen Aktivitäten zu Gluck

Es ist gelungen, noch vor der Einweihung des Gluckhauses am 4. Juli 2021 den 3. Teil unserer Trilogie zum Försterehepaar Alexander und Walburg Gluck fertigzustellen, welche mit ihrem Leben und Wirken entscheidenden Einfluss auf die Biographie ihres berühmten Sohnes Christoph Willibald Gluck genommen haben. Vorgestellt werden in Wort und Bild alte und neue Erkentnisse, die Zeit der Glucks in Nordböhmen in den Jahren zwischen 1717 und 1743 betreffend.

24. März 2021:

Auf den Spuren Alexander und Walburga Glucks
Eine Bilderreise durch Nordböhmen - Teil 3 der Trilogie zur Familie Gluck

Reich bebilderte Dokumentation in HTML, inklusive einiger Neuigkeiten zur Biographie Christoph Willibald Glucks

 

18. und 25. April 2015:

Exkursion im Hochwald über Erasbach und Weidenwang
auf den Spuren des Försters und Jägers Alexander Gluck!

Wir bedanken uns für die rege Beteiligung und das Interesse.

 

Dieser Wanderung ging eine umfangreiche Forschungsarbeit des Jahres 2014/15 zur Familie Christoph Willibald Glucks im Sulzgau voran - mit Vorstellung zahlreicher alter und neuer Quellen aus den Archiven Amberg und Eichstätt und kritischer Revision der historischen Arbeit Franz Xaver Buchners von 1915. Noch wussten wir nichts über die Existenz des Weidenwanger Forsthauses vor 1724, auch zweifelten wir damals mehr als heute am referierten Geburtsdatum 2. Juli (hierzu haben sich inzwischen neue Informationen aufgetan), aber es gelang uns schon damals der Nachweis, dass die alte, zwischenzeitlich verpönte Weidenwanger Tradition in den wesentlichen Punkten ihre Richtigkeit hat:

18. Dezember 2015:

Auf den Spuren der Försterfamilie Gluck in den Dörfern Weidenwang und Erasbach
Fallstricke und Lösungen der regionalen Gluck-Forschung

PDF-Datei ca. 9 MB, 302 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 18.12.2015.

Die Folien eines Vortrags zu diesem Buch, mit Vorstellung der wichtigsten Ergebnisse der Archiv-Recherche, finden sich hier:

23. Januar 2015:

Auf den Spuren der Familie Gluck in Weidenwang u. Erasbach
Fallstricke und Lösungen der regionalen Gluck-Forschung

Folien zum Vortrag am 23. Januar 2014 in Weidenwang

Unsere Gluckforschung begann im Jahr 2013, unter anderem mit einer ersten kritischen Revision der Buchner'schen Arbeit, noch ohne die Gegenprobe im Archiv.

23. November 2013:

Christoph W. Gluck wurde doch in Weidenwang geboren...
Über die Mythen zum Lebensanfang und -ende des Komponisten

63 DIN A 4-Seiten, zahlreiche Abbildungen, zuletzt aktualisiert Januar 2021.

 

Weitere Materialien

Im Sommer 1904 reiste der französische Musikwissenschaftler Julien Tiersot nach Berching und wanderte anschließend zu Fuß nach Weidenwang, um das Geburtsland und den Geburtsort des von ihm hochverehrten Christoph Willibald Gluck auf sich wirken zu lassen. Tiersot entwirft 1905 ein in sich stimmiges, authentisches Bild des Sulzgaus, Weidenwangs und seiner Bewohner zu Beginn des 20. Jahrhunderts, sein Blick ist noch nicht durch die verhängnisvolle Veröffentlichung Franz Xaver Buchners von 1915 getrübt (siehe unten). Wir halten diesen Reisebericht für absolut lesenswert und haben ihn deshalb ins Deutsche übersetzt!

08. Februar 2015:

Au Pays de Gluck - Im Lande Glucks

Reise des französischen Musikgelehrten Julien Tiersot nach Weidenwang
Erzählung von 1905 - französisches Original, deutsche Übersetzung.

 

Durch unsere Recherchen haben zwei Holzstiche des Xerographischen Instituts A. Closs in Stuttgart, der eine nach einer Skizze von Friedrich Trost, eine ungeahnte Aktualität erfahren. Wir haben sie in einer Zeitschrift von 1907 wiederentdeckt.

11. Februar 2015:

Vom Werden und Vergehen eines großen Mannes

Der Holzstecher Friedrich Trost und Glucks Geburts- und Sterbeort
Aktuell wie eh und je: Zwei Holzstiche von 1906

 

Zum Verständnis der obigen Arbeiten und zum Vergleich ist die Kenntnis der historischen Arbeit Franz Xaver Buchners von 1915 unabdingbar:

Das Neueste über Christof Willibald Ritter von Gluck
Aus Archiven erholt von Franz Xaver Buchner

Oberpfalzverlag Kallmünz 1915.

 

Für diejenigen, die sich näher mit der interessanten Dorfgeschichte Weidenwangs beschäftigen wollen, folgen drei weitere Quellen: Zunächst eine Übersicht aus eigener Hand, welche erstmals die Lücken der Weidenwanger Geschichtsschreibung füllt und die Rolle der Pabonen für die Veste Oberweidenwang und ihren riesigen Forstbezirk im 10. bis 12. Jahrhundert beschreibt:

23. Januar 2015:

Burg und Dorf Weidenwang in Mittelalter und Neuzeit
Die Geschichte Weidenwangs bis zum Königreich Bayern

Ein kurzer Abriss, erstmals mit Würdigung der Pabonen

 

Es folgen zwei historische Quellen aus Weidenwang:

 

Die Weidenwanger Dorfordnung von 1663
mit Huet-Beschreibung von 1519

 

Zum Abschluss ein Link zur Zeitschrift "ansporn", dem Magazin des Landkreises Neumarkt für nachhaltige Entwicklung. In der Ausgabe 04/2014 ist ein gemeinsam mit Herrn Christian Wolf, Förster a. D. aus Neumarkt, erstellter Artikel erschienen, der sich mit den Seligenportner Forstrevier des Alexander Gluck, seiner Geschichte und Botanik beschäftigt. Der Artikel beruht noch auf den früher referierten Eckdaten der Familie Gluck in Erasbach und Weidenwang, insofern ist er in einigen wesentlichen Punkten nicht mehr aktuell. Dies betrifft aber in keiner Weise den lesenswerten botanischen und forstwirtschaftlichen Teil!

ansporn 4/2014:

Auf den Spuren des Försters Alexander Gluck
von Werner Robl und Christian Wolf

Im geschichtlichen Teil ein Exzerpt obiger Arbeiten, 17 S., viele Abb.

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